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Die Ölgesellschaft Fortum Oil (zukünftig Neste
Oil) steckt eine halbe Milliarde Euro in die Modernisierung
ihrer Ölraffinerie Porvoo. Anregung dazu war die verstärkte
Nachfrage nach schwefelfreiem Diesel in Europa.
Das Vorhaben bedeutet einen strategischen Schritt hin zu
noch saubereren und wettbewerbsfähigeren Treibstoffen
und gleichzeitig die Verarbeitung preisgünstigerer Rohöle.
"Durch Erneuerung der Produktstruktur können wir
die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit unserer
Ölverarbeitung verbessern. Als Folge der Investition
wird der Anteil des gefragten und wertvollen Diesels an unserer
Produktion steigen", erklärt Jarmo Honkamaa, Direktor
der Abteilung Ölraffinerie bei Fortum Oil.
Weniger Emissionen
Die Rohstoffe und ihre Preise sind für Fortum Oil von
zentraler Bedeutung. Das Unternehmen verarbeitet sowohl so
genanntes Brent-Öl aus der Nordsee als auch Rohöl
aus Russland und anderen Gebieten der ehemaligen Sowjetunion.
Man hat vor, in Zukunft namentlich mehr russisches Öl
als Rohstoff einzusetzen.
"Die Nutzung dieses schwefelreichen Erdöls rentiert
sich für uns wegen der logistisch zentralen Lage unserer
Raffinerien und dank unserer hochentwickelten Produktionstechnik,
mit der wir aus schwefelreichem Rohstoff saubere und wertvolle
Treibstoffe gewinnen", erläutert Honkamaa.
Eine der wichtigsten Komponenten der neuen Produktionslinie
ist die Wasserstoffanlage, denn Wasserstoff wird zum Entschwefeln
bei der Dieselproduktion benötigt. Vom Umweltschutz her
betrachtet kommt der Nutzen sauberer Brennstoffe namentlich
bei deren Einsatz zum Tragen: Schwefelfreier Dieselkraftstoff
ermöglicht die Anwendung neuester Motortechnik in Kraftfahrzeugen
und damit die Reduzierung der schädlichen Treibhausgasemissionen.
Gesamtkapazität bleibt unverändert
Die aus zwei Einheiten bestehende neue Produktionslinie der
Raffinerie Porvoo umfasst eine Fläche von 5 ha und soll
im Herbst 2006 in Betrieb genommen werden.
Infolge der Investition erhöht sich die Dieselproduktion
von Fortum Oil in Porvoo um etwa eine Million Tonnen im Jahr;
die Gesamtkapazität bleibt jedoch unverändert auf
11 Millionen Tonnen. Zusammen verfügten die Raffinerien
Porvoo und Naantali des Unternehmens im Jahr 2004 über
eine Kapazität von 14 Millionen Tonnen.


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www.fortum.com
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