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Der FogScreen erobert die Welt
Frei schwebender Bildschirm - ein Hit

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10.12.2004
 

 
 

Eine Wand, durch die man hindurchgehen kann. Ein Computer, der durch Berühren von Luft bedient werden kann. Ein hygienisches Display, das nicht durch Fingerabdrücke verschmutzt wird. Passierbare Bilder. Luft, auf die man schreiben und zeichnen kann. Eine virtuelle Realität, die Tatsache ist. Der FogScreen ist schon dabei, die Welt zu erobern.

Hinter dieser revolutionierenden Neuerung stehen der Fachwissenschaftler Ismo Rakkolainen und Professor Karri Palovuori, beide tätig an der TU Tampere. Die Idee des Ganzen besteht darin, aus gewöhnlichem Wasser eine Nebelwand von so feiner Tröpfchenverteilung zu bilden, dass auf ihre beiden Seiten Bilder projiziert werden können. Man kann durch dieses mit Ultraschall zu einem leichten Nebel zersprühte Wasser hindurchgehen ohne nass zu werden.

Imponierende Promotion brachte Bestellungen

Der FogScreen wurde in der Welt begeistert aufgenommen, und Anfragen sind bereits aus Dutzenden Ländern eingegangen. Finanziert wurde der Weg dieses Produktes in die Welt von der Akademie Finnlands, dem Zentrum für Technologieentwicklung (TEKES) und dem Nationalen Fonds für Forschung und Entwicklung (Sitra). Gekauft und geleast werden können die Geräte bei der vor reichlich einem Jahr gegründeten Firma FogScreen Oy.

Gegenwärtig stehen knapp zehn solche Geräte zur Verfügung, von denen ein Teil ausgeliehen ist. Einer der bekanntesten bisherigen Nutzer des FogScreens war die 20th Century Fox, die einen solchen frei schwebenden Bildschirm in Tokio bei einer groß angelegten Marketingkampagne für ihren Film I, Robot einsetzte.

"Ein Trailer des Films wurde anderthalb Monate lang auf einem FogScreen gezeigt. Auch Will Smith, der Hauptdarsteller des Films, trat bei der FogScreen-Promotion auf, was natürlich viel Medientrubel bewirkte und sogleich zu FogScreen-Bestellungen aus den USA, Europa und Japan führte", berichtet Geschäftsführer Mika Herpiö.

Beeindruckende Visualität und Unterhaltung

Der überall leicht aufzustellende FogScreen ist weltweit die erste durchschreitbare Projektionsfläche, die auch ein Schreiben und Zeichnen buchstäblich in die Luft erlaubt. Der FogScreen eignet sich für die verschiedensten Räumlichkeiten und Veranstaltungen.

Diese neuartige Projektionswand beeindruckt durch ihre starke Visualität. Zu ihren wichtigsten Einsatzobjekten gehören Vergnügungszentren, Themaparks, Wissenschaftszentren, Aquarien Planetarien, Nachtclubs, Casinos, Geschäfte, Hotels und Restaurants; darüber hinaus ist sie auch in der bildenden Kunst, Videokunst und im Theater vielseitig verwendbar.

Auch die Architekten in aller Welt haben den FogScreen entdeckt. "Lassen sich mit ihm doch Wände planen, die keine Türen brauchen, weil man ja überall frei hindurchspazieren kann", schmunzelt Mika Herpiö.

Steriler Bildschirm für Krankenhäuser

Eines der wichtigsten Objekte bei der Weiterentwicklung wird das hygienische Berührungsdisplay sein. Der FogScreen funktioniert nämlich auch als Sensordisplay des Computers, wobei dessen Bedienung buchstäblich durch Berühren von Luft erfolgt.

"Wir können eine hygienische, ja sogar sterile Computerschnittstelle für Situationen entwickeln, in denen das von Nutzen ist, wie zum Beispiel in Operationssälen. Der Nebel dient dabei als Berührungsdisplay, an dem keine Fingerspuren haften bleiben", erläutert Mika Herpiö.

"Aber es gibt noch andere, interessantere und in ihrer Bedeutung weittragendere Forschungsobjekte. An Entwicklungsmöglichkeiten herrscht wirklich kein Mangel."

Sonstige links:

>> www.fogscreen.com

 

 
 


Die Nebelwand verharrt gleichmäßig zwischen zwei Luftströmen, und jede ihrer beiden Seiten kann als Projektionsfläche dienen.
Foto: Tapio Vanhatalo

 

 
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