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Das im nordfinnischen Oulu ansässige Umwelttechnologie-Unternehmen
Envitop hat ein neuartiges Verfahren zum Abscheiden des im
Abwasser enthaltenen Stickstoffs entwickelt, das auf dem Einsatz
eines reaktiven Filters als Bioreaktor basiert.
Das Abscheiden des Stickstoffs in Abwasserkläranlagen
gestaltet sich unter klimatischen Verhältnissen, wie
sie in Finnland herrschen, schwierig, denn das herkömmliche
mikrobiologische Klärverfahren funktioniert nur bei Wassertemperaturen
über +12 Grad Celsius zuverlässig. Das reaktive
Filter von Envitop bietet eine Lösung für dieses
Problem: Es funktioniert zu allen Jahreszeiten und lässt
sich in seinem Abscheidungsgrad in Echtzeit regulieren.
Bei dem von Envitop seit 1998 entwickelten Verfahren wird
der Ammoniumstickstoff, der im aus der Kläranlage abgehenden
Abwasser enthalten ist, an ein reaktives Filter gebunden und
dort zu konzentrierter Nitratlösung oxidiert.
"Die entstandene Nitratlösung wird ins Kanalisationsnetz
eingeleitet, wo das Nitrat zu unschädlichem und geruchlosem
Stickstoffgas reduziert wird", schildert Geschäftsführer
Jukka Palko.
Minimaler Platzbedarf
Wenngleich die meisten Abwasserauflagen noch nicht zum Abscheiden
von Stickstoff verpflichten, so ist dieses doch in den neuen
Kläranlagen großer Städte bereits gang und
gäbe. Ein Vorteil des Envitop-Verfahrens besteht auch
darin, dass es nur weniger als ein Drittel des Platzes der
herkömmlichen mikrobiologischen Stickstoffabscheidung
erfordert.
"Aus dem geringen Volumen ergibt sich auch ein geringerer
Wasserbelüftungsbedarf mit der Folge niedrigerer Betriebskosten",
argumentiert Palo.
Die auf Boden- und Wasserchemie spezialisiert Firma Envitop
ist in Finnland als Lieferant von Schnelltests und reaktiven
Filtermaterialien marktführend. Zusammen mit Kooperationspartnern
sorgt das Unternehmen jährlich für die Endlagerung
von 150 000 bis 300 000 Tonnen stark kontaminierten Bodens
und Sondermülls.


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www.envitop.com
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