|
Die EU-Schrottrichtlinie (WEEE) ist seit Anfang August
2005 in Finnland verbindlich. Das 1979 gegründete Sondermüll-Entsorgungsunternehmen
Oy Ekokem Ab verfügt auf seinem Gebiet über gründliche
Erfahrung, hat es doch im Laufe der Jahre bereits zwei Millionen
Tonnen Sondermüll unschädlich gemacht.
"Seit 2002 hat unsere Verwertungsanlage für Altkühlgeräte
fast 300.000 Geräte aufgearbeitet", berichtet Entwicklungsingenieur
Jorma Manninen.
Und Arbeit gibt es weiterhin genug, denn auch für die
kommenden fünf Jahre rechnet man in Finnland mit fast
300.000 ausrangierten Kühlschränken und -truhen
pro Jahr.
Dienstleistungen und Innovationen in 30 Länder
Die Kühlgeräte-Behandlungsanlage von Ekokem ist,
so Manninen, einmalig in der Welt. Bei dieser Innovation sind
zwei verschiedene Technologien auf neue Weise kombiniert.
"Die von den Deutschen entwickelte Spezialtechnik eignet
sich ausgezeichnet zur mechanischen Aufarbeitung von Altkühlgeräten,
während die Hochtemperatur-Verbrennungstechnik von Ekokem
eine sichere Behandlung der aus diesen Geräten freigesetzten,
die Ozonschicht der Atmosphäre schwächenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe
gewährleistet."
Sondermüllbehandlungs-Dienstleistungen von Ekokem wurden
bereits von über 30 Ländern in Anspruch genommen.
Spezielle Behandlungstechniken des Unternehmens wurden auch
patentiert und an andere führende Entsorgungsfirmen in
Europa verkauft, u.a. nach Schweden, Dänemark, Holland
und Großbritannien.
Zusammenarbeit zwischen Ekokem und Electrolux
Gemäß der WEEE-Richtlinie geht die Verantwortung
für das Organisieren der Entsorgung ausrangierter Elektronik-
und Elektrogeräte an die Produzenten und Importeure über.
Im Mai haben Ekokem und die Sparte Haushaltsgeräte von
Electrolux einen der Produzentenhaftungs-Gesetzgebung entsprechenden
Vertrag geschlossen. Als Finnlands größter Importeur
von Kühlgeräten wird Electrolux alle in Finnland
erfassten Altgeräte der Ekokem-Verwertungsanlage zustellen.
"Bei uns werden über 90 Prozent der für diese
Geräte verarbeiteten Werkstoffe zu Recyclingrohstoffen
für die Industrie aufbereitet oder thermisch genutzt.
Auch die nutzungsuntauglichen und gesundheits- oder umweltschädlichen
oder gefährlichen Stoffe werden zuverlässig entsorgt",
versichert Manninen.


>>
www.ekokem.fi
|