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In Finnland fallen jährlich große Mengen für
Mensch und Umwelt gefährlichen Sondermülls an, dessen
Beseitigung einen komplizierten Verbrennungsprozess unter
Einsatz neuester Technologie erfordert. In einer modernen
Anlage des Entsorgungsunternehmens Ekokem in Riihimäki
60 Kilometer nördlich von Helsinki werden jährlich
rund 100.000 Tonnen Sondermüll unschädlich gemacht
und endgelagert. Ungewöhnlich dabei ist, dass Ekokem
aus diesem gefährlichen und an sich wertlosen Problemmüll
Nutzenergie gewinnt.
Die Verbrennung ist heute die einzige sichere und zuverlässige
Art der Beseitigung organischen Sondermülls. In den beiden
Hochtemperatur-Ofenanlagen in Riihimäki werden problematische
Chemikalienabfälle bei Temperaturen von bis zu 1400 °C
verbrannt. Im so genannten Mitteltemperaturofen werden bei
500-850 °C u.a. verseuchte Erdstoffe sowie zuvor zerkleinerter
Elektro- und Elektronikschrott einschließlich Verpackung
behandelt. Das in diesem Ofen behandelte Gut kann einer Wiederverwendung
zugeführt werden. Die Rauchgase sämtlicher Öfen
werden in einer leistungsfähigen fünfstufigen Anlage
gründlich gereinigt.
Strom und Wärme
Neu bei der Sondermüllverbrennung ist, dass die in den
drei Öfen anfallende Energie für die Fernheizung
der Stadt Riihimäki und für die Eigenstromversorgung
von Ekokem genutzt wird. Das Unternehmen liefert an die Stadt
Fernwärme mit einer Leistung von maximal 20 MW; seine
eigene Stromerzeugungskapazität beträgt über
8 MW. Im Jahresschnitt kann der Energiegehalt der Abfälle
zu über 60 Prozent genutzt werden. Dadurch erhöht
sich die Verwertungsquote des Mülls erheblich, desgleichen
die Ökobilanz der Konsumgüter. Durch die Eigenstromerzeugung
ist Ekokem fast autark, und der Fernwärmepreis in Riihimäki
ist einer der niedrigsten des Landes.
Weniger Treibhausgase
Das Verbrennen von Abfällen ist insofern problematisch,
als dabei CO2 freigesetzt und der Treibhauseffekt angeheizt"
wird. Für organischen Sondermüll gibt es aber heute
keine andere Art der Beseitigung als die Verbrennung - unter
gleichzeitiger Energiegewinnung. Da Ekokem die Müllverbrennung
mit Strom- und Wärmeerzeugung kombiniert hat, ist keine
entsprechende EXTERNE Energieerzeugung erforderlich, bei der
ja auch Rauchgase anfallen würden. Die Stadt Riihimäki
und Ekokem brauchen also, um ihren Wärme- und Strombedarf
zu decken, kein die Luft verschmutzendes Kraftwerk.
Die durch Verbrennung von Sondermüll erzeugte Nutzenergie
ist also sozusagen grüne Energie", hilft sie
doch bei der Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.


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www.ekokem.fi
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