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Die Nordische Dimension - das sind die Nachbarmärkte
der finnischen Unternehmen. Auf die Länder dieser Region
entfällt fast die Hälfte des finnischen Außenhandels.
Ende vorigen Jahres erfuhr die Nordische Dimension eine Erneuerung
und damit eine weitere Stärkung.
Die von Finnland schon in der zweiten Hälfte der 90er
Jahre angeregte Nordische Dimension wurde auf der Gipfelkonferenz
in Helsinki im November 2006 zu einer gemeinsamen Nordeuropa-Politik
der EU sowie Russlands, Norwegens und Islands. Die Ziele und
Aktionsformen wurden in einem Rahmendokument und in einer
politischen Proklamation niedergelegt.
Die Nordische Dimension wurde auch zu einem Teil der EU-Russland
Politik mit den Kooperationsbereichen Wirtschaft, Rechts-
und innere Angelegenheiten, Sicherheit, Forschung, Ausbildung
und Kultur.
Die Reform entspricht den Wünschen der Wirtschaft. Die
Nordische Dimension bildet nun eine Gemeinschaftsunternehmung
aller Partner, die politische Unterstützung von hoher
Stelle erfährt und über eine ständige Lenkungsgruppe
verfügt.
Die erneuerte Nordische Dimension stellt eine gegenüber
früher stärkere Grundlage für gemeinsame Projekte
in den verschiedenen Bereichen zur Sicherung des Wirtschaftswachstums
und des Wohlstandes in Nordeuropa dar", betont Timo
Laukkanen, Sachverständiger beim Hauptverband der
Finnischen Wirtschaft (EK).
Die Nachbarmärkte als Wachstumsgrundlage
Beim grenzüberschreitenden Handel und den Auslandsinvestitionen
waren in den letzten zehn Jahren erhebliche Erleichterungen
zu verzeichnen. Zur Sicherstellung der internationalen
Wettbewerbsfähigkeit sind jedoch noch eine ganze Reihe
Hürden zu überwinden, und bei vielen geht das am
besten durch regionale Zusammenarbeit."
Die Bedeutung der Märkte im Nahbereich erfährt
besonders in der Tätigkeit der kleinen und mittleren
Unternehmen eine Betonung. Zugängliche Märkte gleich
hinter der Landesgrenze können wie eine Art erweiterte
Binnenmärkte funktionieren, gleichzeitig aber auch als
Basis für erfolgreiches Wirken an den globalen Märkten.
Die Länder im Bereich der Nordischen Dimension
haben einen sehr hohen Anteil an den aus und nach Finnland
fließenden Investitionsmitteln. Gut funktionierende
Verbindungen in der Region sind auch für den Tourismus
und den Transit (Transport, Lagerung) ein zentraler Erfolgsfaktor."
Umweltzusammenarbeit als Triebfeder
Die Umweltpartnerschaft im Rahmen der Nordischen Dimension
war eine Erfolgsstory für die Umwelt, brachte aber noch
mehr, nämlich ein gemeinsames Modell für eine erfolgreiche
Zusammenarbeit zwischen der EU, Russland, Norwegen, internationalen
Finanzinstituten und den Regionalen Räten.
Das bekannteste bereits verwirklichte Projekt ist die Abwasserkläranlage
südwestlich von St. Petersburg, mit deren Inbetriebnahme
die Einleitung ungereinigter Abwässer der Stadt in den
Finnischen Meerbusen um ein Drittel reduziert wurde. Das fast
200 Millionen Euro teure Projekt wurde mit internationalen
Krediten, Zuschüssen und Investitionen, aber auch mit
lokalen Mitteln finanziert.
Als ein weiteres in den letzten Jahren angelaufenes
Vorhaben ist die Partnerschaft im Sozial- und Gesundheitswesen
zu nennen. Sie dient dem Ziel, Gesundheit und Wellness der
Bewohner der Region durch Förderung gesunder Lebensweise,
Vorbeugung von Erkrankungen und Zusammenarbeit in den einschlägigen
Dienstleistungsbereichen zu verbessern", zählt Laukkanen
auf.
Gegenwärtig werden auch die Möglichkeiten für
Partnerschaften in den Bereichen Verkehr, Logistik und Energie
untersucht. Durch Zusammenarbeit im letztgenannten Bereich
könnte u.a. die Energieeffizienz erhöht werden.

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