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Die finnische Wirtschaft hat in den letzten Jahren eine
rasche Internationalisierung erfahren. Neues Wachstum wird
nun an den Schwellenmärkten, zum Beispiel in China und
Russland, gesucht.
Von der Internationalisierung sind große wie kleine
Betriebe fast aller Branchen Finnlands betroffen. Beschleunigt
wurde dieser Prozess besonders durch die hochgradige Vernetzung
der Unternehmen, aber auch durch das strategiebedingte Bestreben,
sich an neuen Märkten zu etablieren, die Kundenbasis
zu erweitern und das eigene Know-how weiterzuentwickeln.
Expansion nach China und Russland
Die nach Mitte der neunziger Jahre von Finnland im Ausland
gemachten Direktinvestitionen beliefen sich auf mehr als das
Doppelte des Weltdurchschnitts. Über 90 Prozent des Investitionsbestands
finden sich in den westlichen Industrieländern, aber
auch der Anteil der Schwellenmärkte -Asien, Südamerika,
mittleres Osteuropa und Baltikum - nimmt zügig zu.
Die gegenwärtige konjunkturelle Unterkühlung in
Europa und den USA ließ die Investitionsmittel verstärkt
in die Schwellenmärkte fließen, die mehr Erweiterungsmöglichkeiten
bieten. Finnische Unternehmen suchen besonders in China, Russland,
Polen und Brasilien Wachstum, und in den nächsten fünf
Jahren rechnet man mit weiter zunehmenden Investitionen namentlich
in China, Taiwan, Russland und Indien.
Diese Angaben sind einer vom Finnischen Industrie- und Arbeitgeberverband
(TT) in diesem Herbst veröffentlichten, auf einer Umfrage
basierenden Studie über die Aktivitäten der finnischen
Industrie in 20 Schwellenmarktländern entnommen.
Keine Einschränkung der Inlandstätigkeit
Der Studie zufolge hatten die Internationalisierung und die
Zunahme der Auslandsaktivitäten der Unternehmen zumindest
bis zum vergangenen Jahr beschäftigungsfördernde
Wirkung auch im Inland. Die Firmen hatten in den in die Studie
einbezogenen Ländern im Jahr 2002 etwa 43 000 Beschäftigte
- drei Mal so viel wie 1997. Der Großteil dieser Mitarbeiter
entfällt auf China und Russland.
Asien wurde im letzten Dezennium für die finnischen
Firmen zu einem wichtigen Markt. Ihre Ausfuhr in diese Region
stieg bis zur dortigen Wirtschaftskrise im Jahr 1997 steil
an, begann aber dann nachzulassen, was allerdings nicht allein
der Krise zuzuschreiben ist, denn der Export wurde teilweise
durch Produktion vor Ort ersetzt. Besonders klar äußert
sich das in China, das deutlich zum Zentrum der finnischen
Unternehmen in Asien geworden ist und Anziehungskraft besonders
auf die Technologie- und Forstindustrie ausübt.

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