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Finnische Firmen investieren in Schwellenmärkte

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19.1.2004
 

 
 

Die finnische Wirtschaft hat in den letzten Jahren eine rasche Internationalisierung erfahren. Neues Wachstum wird nun an den Schwellenmärkten, zum Beispiel in China und Russland, gesucht.

Von der Internationalisierung sind große wie kleine Betriebe fast aller Branchen Finnlands betroffen. Beschleunigt wurde dieser Prozess besonders durch die hochgradige Vernetzung der Unternehmen, aber auch durch das strategiebedingte Bestreben, sich an neuen Märkten zu etablieren, die Kundenbasis zu erweitern und das eigene Know-how weiterzuentwickeln.

Expansion nach China und Russland

Die nach Mitte der neunziger Jahre von Finnland im Ausland gemachten Direktinvestitionen beliefen sich auf mehr als das Doppelte des Weltdurchschnitts. Über 90 Prozent des Investitionsbestands finden sich in den westlichen Industrieländern, aber auch der Anteil der Schwellenmärkte -Asien, Südamerika, mittleres Osteuropa und Baltikum - nimmt zügig zu.

Die gegenwärtige konjunkturelle Unterkühlung in Europa und den USA ließ die Investitionsmittel verstärkt in die Schwellenmärkte fließen, die mehr Erweiterungsmöglichkeiten bieten. Finnische Unternehmen suchen besonders in China, Russland, Polen und Brasilien Wachstum, und in den nächsten fünf Jahren rechnet man mit weiter zunehmenden Investitionen namentlich in China, Taiwan, Russland und Indien.

Diese Angaben sind einer vom Finnischen Industrie- und Arbeitgeberverband (TT) in diesem Herbst veröffentlichten, auf einer Umfrage basierenden Studie über die Aktivitäten der finnischen Industrie in 20 Schwellenmarktländern entnommen.

Keine Einschränkung der Inlandstätigkeit

Der Studie zufolge hatten die Internationalisierung und die Zunahme der Auslandsaktivitäten der Unternehmen zumindest bis zum vergangenen Jahr beschäftigungsfördernde Wirkung auch im Inland. Die Firmen hatten in den in die Studie einbezogenen Ländern im Jahr 2002 etwa 43 000 Beschäftigte - drei Mal so viel wie 1997. Der Großteil dieser Mitarbeiter entfällt auf China und Russland.

Asien wurde im letzten Dezennium für die finnischen Firmen zu einem wichtigen Markt. Ihre Ausfuhr in diese Region stieg bis zur dortigen Wirtschaftskrise im Jahr 1997 steil an, begann aber dann nachzulassen, was allerdings nicht allein der Krise zuzuschreiben ist, denn der Export wurde teilweise durch Produktion vor Ort ersetzt. Besonders klar äußert sich das in China, das deutlich zum Zentrum der finnischen Unternehmen in Asien geworden ist und Anziehungskraft besonders auf die Technologie- und Forstindustrie ausübt.

 



 

 
 


 

 
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