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Der Anteil von erneuerbaren Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch
Finnlands ist einer der höchsten in Europa. In der Nutzung
von Bioenergie ist Finnland die Nummer eins in Europa.
Zu den regenerativen Energiequellen gehören u.a. Holz,
verschiedene Feldpflanzen, Wasser, Wind, Sonne und Recyclingbrennstoffe.
Letztere sind für die Energieerzeugung in Industrie und
Gemeinden geeignete Abfälle meist organischen Ursprungs.
Die Bioenergie repräsentiert die erneuerbaren organischen
Energiequellen. Erneuerbare Energiequellen reichern im Gegensatz
zu den fossilen Brennstoffen die Atmosphäre nicht definitiv
mit CO2 an und fördern somit die Bestrebungen zur Verringerung
der Treibhausgasmenge.
Ein Viertel der Energie aus regenerativen Quellen
In Finnland wurden 2001 über 1,35 Millionen TJ Energie
verbraucht. 23 Prozent des Gesamtenergiebedarfs wurden aus
erneuerbaren Energiequellen gedeckt, am häufigsten, nämlich
zu einem Fünftel, mit Holz. Zehn Prozent der Elektroenergie
werden in Verbindung mit der Wärmeproduktion mit Holz
erzeugt, und Holz ist denn auch die wichtigste nachwachsende
Energieressource des Landes. Durch Wasserkraft wurden 4 Prozent
des Gesamtenergiebedarfs, aber 16 Prozent des Strombedarfs
gedeckt. Mit Windkraft, in Finnland bislang nur in geringem
Maße genutzt, wurden im vergangenen Jahr 70 Mio. kWh
Strom erzeugt, eine Menge, die dem Jahresbedarf von 3 500
elektrisch geheizten Einfamilienhäusern oder 0,1 Prozent
des Gesamtbedarfs an Strom entspricht. Recyclingbrennstoff
- aus verbrennungsfähigen trockenen, festen, am Entstehungsort
sortierten Industrie- und Siedlungsabfällen hergestellter
Brennstoff - wird in Finnland nur wenig genutzt.
Zellstofffabriken stromautark
Erneuerbare Energiequellen werden in Finnland bevorzugt von
der Industrie genutzt, die ihren Wärme- und Strombedarf
zu etwa 50 Prozent damit deckt und sich verpflichtet hat,
diesen Anteil weiter zu erhöhen.
Vor allem die Holz verarbeitende Industrie setzt in ihren
Kraftwerken allgemein Biobrennstoffe - Holzabfälle und
Prozessablaugen - ein. So geht zum Beispiel in der Zellstoffindustrie
nur ein Teil Holzes in die Papierproduktion; 40 Prozent Holzbestandteile
werden getrocknet und verfeuert. In der Praxis erzeugen die
Zellstofffabriken sogar Energie über ihren Eigenbedarf
hinaus, so dass sie, sind sie nicht mit Papierfabriken integriert,
überschüssigen Strom verkaufen.
Ziel: über ein Drittel Ökoenergie
In Finnland gibt es seit 1999 ein Programm zur Förderung
erneuerbarer Energiequellen. Ziel ist es, deren Nutzung bis
zum Jahr 2025 gegenüber der Situation von 1995 zu verdoppeln.
Es würden dann über ein Drittel des Gesamtenergiebedarfs
und 40 Prozent des Strombedarfs des Landes durch regenerative
Energiequellen gedeckt. Bis zum Jahr 2010 strebt Finnland
einen Ökostromanteil von über einem Drittel an;
die EU insgesamt ist da mit einem Fünftel bescheidener.



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im Energy Globe Award"-Wettbewerb (7.6.2002)
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