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Finnland Bioenergienutzer Nummer eins in Europa

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7.6.2002
 

 
 

Der Anteil von erneuerbaren Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch Finnlands ist einer der höchsten in Europa. In der Nutzung von Bioenergie ist Finnland die Nummer eins in Europa.

Zu den regenerativen Energiequellen gehören u.a. Holz, verschiedene Feldpflanzen, Wasser, Wind, Sonne und Recyclingbrennstoffe. Letztere sind für die Energieerzeugung in Industrie und Gemeinden geeignete Abfälle meist organischen Ursprungs. Die Bioenergie repräsentiert die erneuerbaren organischen Energiequellen. Erneuerbare Energiequellen reichern im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen die Atmosphäre nicht definitiv mit CO2 an und fördern somit die Bestrebungen zur Verringerung der Treibhausgasmenge.

Ein Viertel der Energie aus regenerativen Quellen

In Finnland wurden 2001 über 1,35 Millionen TJ Energie verbraucht. 23 Prozent des Gesamtenergiebedarfs wurden aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt, am häufigsten, nämlich zu einem Fünftel, mit Holz. Zehn Prozent der Elektroenergie werden in Verbindung mit der Wärmeproduktion mit Holz erzeugt, und Holz ist denn auch die wichtigste nachwachsende Energieressource des Landes. Durch Wasserkraft wurden 4 Prozent des Gesamtenergiebedarfs, aber 16 Prozent des Strombedarfs gedeckt. Mit Windkraft, in Finnland bislang nur in geringem Maße genutzt, wurden im vergangenen Jahr 70 Mio. kWh Strom erzeugt, eine Menge, die dem Jahresbedarf von 3 500 elektrisch geheizten Einfamilienhäusern oder 0,1 Prozent des Gesamtbedarfs an Strom entspricht. Recyclingbrennstoff - aus verbrennungsfähigen trockenen, festen, am Entstehungsort sortierten Industrie- und Siedlungsabfällen hergestellter Brennstoff - wird in Finnland nur wenig genutzt.

Zellstofffabriken stromautark

Erneuerbare Energiequellen werden in Finnland bevorzugt von der Industrie genutzt, die ihren Wärme- und Strombedarf zu etwa 50 Prozent damit deckt und sich verpflichtet hat, diesen Anteil weiter zu erhöhen.

Vor allem die Holz verarbeitende Industrie setzt in ihren Kraftwerken allgemein Biobrennstoffe - Holzabfälle und Prozessablaugen - ein. So geht zum Beispiel in der Zellstoffindustrie nur ein Teil Holzes in die Papierproduktion; 40 Prozent Holzbestandteile werden getrocknet und verfeuert. In der Praxis erzeugen die Zellstofffabriken sogar Energie über ihren Eigenbedarf hinaus, so dass sie, sind sie nicht mit Papierfabriken integriert, überschüssigen Strom verkaufen.

Ziel: über ein Drittel Ökoenergie

In Finnland gibt es seit 1999 ein Programm zur Förderung erneuerbarer Energiequellen. Ziel ist es, deren Nutzung bis zum Jahr 2025 gegenüber der Situation von 1995 zu verdoppeln. Es würden dann über ein Drittel des Gesamtenergiebedarfs und 40 Prozent des Strombedarfs des Landes durch regenerative Energiequellen gedeckt. Bis zum Jahr 2010 strebt Finnland einen Ökostromanteil von über einem Drittel an; die EU insgesamt ist da mit einem Fünftel bescheidener.

Sonstige links:

>> Bau eines neuen Atomkraftwerks in Finnland (7.6.2002)

>> Alholmens Kraft erfolgreich im „Energy Globe Award"-Wettbewerb (7.6.2002)

 

 
 


 

 
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