Finnfacts
Suchen
EnglishFrancaisChineseRussian

Nacrichten Medienreignisse
Mediendienst Innovationen und Industrie
Finnland-Story
Wir über Uns
Kontaktaufnahme


Aktuelles
 

Europas Biobranche im Umbruch

Feedback über den Artikel.
10.9.2004
 

 
 

Die Bioindustrie ist aus einer Periode dreijähriger Stille herausgetreten. In Europa befindet sich die Branche gegenwärtig im Umbruch, und auch für Finnland ist relevant, welche allgemeine Entwicklung die Biotechmärkte unseres Kontinents nehmen werden.

Im vergangenen Jahr steigerte die Biobranche ihren Umsatz weltweit um 17 Prozent, was einem Wertzuwachs von 4 Mrd. Euro gleichkommt. Nach den Branchenberichten von Ernst & Young sowie Burrill & Company herrscht die günstigste Situation in den USA, wo sich der Marktwert der Biounternehmen um rund 60 Prozent erhöhte. Auch im asiatisch-pazifischen Raum zeigt die Bioindustrie eine flotte Entwicklung, wovon der 9-prozentige Umsatzanstieg der Unternehmen zeugt.

In Europa befindet sich der Biotech-Bereich in einer Übergangsphase, was aus der Tätigkeit der Firmen ersichtlich ist. Auch wenn 2003 die Branche das zweitbeste Finanzierungsjahr ihrer Geschichte verzeichnete, so reduzierte sich anderseits ihr Gesamtumsatz um 12 Prozent auf 11,27 Mrd. Euro. Im Jahr 2003 brachten die Unternehmen viel mehr Kapital (2,4 Mrd. Euro) zusammen als im Vorjahr (123 Mio. Euro), blieben aber weit hinter dem Kapitalaufkommen (6,6 Mrd. Euro) des Jahres 2000 zurück.

"Die Branche musste sich den engen Finanzverhältnissen durch Kostensenkung, Reduzierung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und Veränderung von Geschäftsmodellen anpassen. Geschäftliche Wendigkeit und das Vermögen, sich den jeweils gegebenen Verhältnissen schnell anzupassen, sind jedoch für in der Entwicklung begriffene Biounternehmen erfolgsentscheidend", erläutert Riikka Heikinheimo, Leiterin Technologie beim Zentrum für Technologieentwicklung.

Gute Nachricht in Sicht

Der Konkurrenzkampf zwischen den europäischen und den US-Unternehmen nimmt weiter an Schärfe zu. "Die europäischen Biofirmen interessieren nun als Übernahmeobjekte. Und was speziell die Produktentwicklung anbelamgt, ist Skandinavien für die Biounternehmen der USA die attraktivste Region", sagt Frau Heikinheimo.

Auch das Interesse der Pharmaunternehmen an der Biotechnologie hat zugenommen, bedingt durch ihren wachsenden Bedarf an Halbfabrikaten für neue Medikamentenentwicklungen. Von den Kooperationsverträgen zwischen Bio- und Pharmaunternehmen dürfte, so Frau Heikinheimo, gute Nachricht für erstere zu erwarten sein. Mit der allgemeinen Verbreitung der individuell zugeschnittenen Medikation werden die Verbindungen zwischen Pharma-, Diagnostik- und Biotechunternehmen noch enger als bisher werden.

"Auch wenn vorläufig in Europa wenig Positives über neue Produkte laut geworden ist, so sind doch gute und interessante Nachrichten zu erwarten. Die börsennotierten europäischen Unternehmen haben gegenwärtig über 60 Produkte in der Phase III stehen."

Finnland ist gleich den anderen Ländern unseres Kontinents davon abhängig, wie sich die Biotechmärkte Europas insgesamt entwickeln. "Im vergangenen Jahr fanden in Finnland in diesem Bereich kaum Investitionen statt. Zu den guten Nachrichten dieses Jahres gehört u.a. der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen BioTie Therapies und dem Pharmariesen Aventis wie auch der Gang von Ark Therapeutics an die Londoner Börse.

Sonstige links:

>> www.ey.com
>> www.burrilldatacenter.com
>> Biotech wächst, wenn auch langsam (10.9.2004)

 

 
 


 

 
Sitemap