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Wiederverwertung von Elektro- und Elektronikschrott
Awareness als Bindeglied

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29.10.2004
 

 
 

Ab nächstem Sommer müssen die den Anforderungen der Europäischen Union entsprechenden Recyclingsysteme für Elektro- und Elektronikaltgeräte funktionieren. In Finnland sind im Rahmen des die verschiedenen Seiten zusammenführenden vernetzten AWARENESS-Projekts entsprechende Systeme in Vorbereitung.

Das Projekt basiert auf der so genannten WEEE-Richtlinie, nach der die nationale Gesetzgebung über das Recycling von Elektro- und Elektronikschrott spätestens am 13.8.2005 fertig vorliegen muss. Die Richtlinie deckt ein breites Spektrum von Elektro- und elektronischen Geräten für Privatverbraucher und Unternehmen angefangen von Haushaltsgeräten bis hin zur Leistungselektronik.

Mehrere EU-Länder verfügen bereits über Recyclingsysteme für Elektro- und Elektronikaltgeräte. In Finnland bringt die Gesetzgebung neue Verpflichtungen für die Hersteller und Importeure solcher Geräte.

"Die Produzenten und Importeure müssen das Recycling und die Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott sowohl organisieren als auch finanzieren. Das Gesetz verlangt außerdem die Einführung von Identifizierungs- und Recyclingkennzeichen sowie Meldung an Behörden, Kunden und die Recyclingindustrie", konstatiert Carina Wiik, Sachverständige beim Verband für Finnische Technologieindustrien, der das Projekt koordiniert und finanziert.

Aufgabe dieses Projektes ist es, neben dem Recyclingsystem auch ein auf Internetbasis angelegtes Melde- und Lenkungssystem zu schaffen.

Beteiligt sind über 50 Unternehmen der Branche

Ein solches verschiedene Seiten vereinendes Verwertungsnetzwerk setzt Zusammenarbeit in mehreren Bereichen voraus. Neben den Produzenten der Elektro- und Elektronikindustrie und den Importeuren sind an der Entwicklungsarbeit auch die Recyclingindustrie, das Umweltministerium sowie Produzenten- und Importeurverbände beteiligt. Kooperiert wird auch mit anderen Interessengruppen wie z.B. Gemeinden und Müllentsorgungsunternehmen.

In dem im Frühjahr 2003 gestarteten Projekt machen bereits 50 Unternehmen der Branche mit. Wegen der Produktvielfalt ist das Ganze nach Erzeugnisgruppen organisiert: Elektro-Haustechnik, Lampen, Telekommunikation, IT und Bürotechnik sowie Leistungselektronik.

"Die Unternehmen organisieren sich, um die erforderlichen Produzentenzusammenschlüsse schaffen und gemeinsame Spielregeln vereinbaren zu können. Auch die Finanzierungsgrundlagen sind gemeinsam zu beschließen, damit die aus der Produzentenhaftung resultierenden Kosten gedeckt und gerecht verteilt werden können", sagt Frau Wiik.

Datensystem als Hilfsmittel

Die Berichterstattung an Behörden und die Informationspflicht der Unternehmen gegenüber ihren Kunden und der Recyclingindustrie setzen heute ein Internet-basiertes Datensystem voraus, mit dessen Pilotanwendung im Herbst 2004 begonnen wird.

"Durch straffe Kontrolle der Datenströme und des Verwertungsnetzwerkes werden die Kosten, die den Unternehmen oder deren Zusammenschlüssen aus dem Recycling erwachsen, reduziert", erläutert Frau Wiik.

Das Projekt steht auch in enger Verbindung mit einer unter Federführung des Technischen Forschungszentrums von Finnland (VTT) laufenden Forschungsarbeit, die der Entwicklung und dem Testen der RFID-Technologie (RFID = radio frequency identification) dient, mit der sich das Verfolgen des Lebensweges von Produkten, das Produktdatenmanagement und das Recycling zukünftig noch effizienter gestalten lassen.



 

 
 


Die u.a. meteorologische, umwelttechnologische und Industriemesssysteme entwickelnde Firma Vaisala ist eines der am Awareness-Projekt beteiligten Unternehmen. (Foto: Vaisala, Autosonde Sounding Equipment)

 

 
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