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Ab nächstem Sommer müssen die den Anforderungen
der Europäischen Union entsprechenden Recyclingsysteme
für Elektro- und Elektronikaltgeräte funktionieren.
In Finnland sind im Rahmen des die verschiedenen Seiten zusammenführenden
vernetzten AWARENESS-Projekts entsprechende Systeme in Vorbereitung.
Das Projekt basiert auf der so genannten WEEE-Richtlinie,
nach der die nationale Gesetzgebung über das Recycling
von Elektro- und Elektronikschrott spätestens am 13.8.2005
fertig vorliegen muss. Die Richtlinie deckt ein breites Spektrum
von Elektro- und elektronischen Geräten für Privatverbraucher
und Unternehmen angefangen von Haushaltsgeräten bis hin
zur Leistungselektronik.
Mehrere EU-Länder verfügen bereits über Recyclingsysteme
für Elektro- und Elektronikaltgeräte. In Finnland
bringt die Gesetzgebung neue Verpflichtungen für die
Hersteller und Importeure solcher Geräte.
"Die Produzenten und Importeure müssen das Recycling
und die Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott sowohl
organisieren als auch finanzieren. Das Gesetz verlangt außerdem
die Einführung von Identifizierungs- und Recyclingkennzeichen
sowie Meldung an Behörden, Kunden und die Recyclingindustrie",
konstatiert Carina Wiik, Sachverständige beim Verband
für Finnische Technologieindustrien, der das Projekt
koordiniert und finanziert.
Aufgabe dieses Projektes ist es, neben dem Recyclingsystem
auch ein auf Internetbasis angelegtes Melde- und Lenkungssystem
zu schaffen.
Beteiligt sind über 50 Unternehmen der Branche
Ein solches verschiedene Seiten vereinendes Verwertungsnetzwerk
setzt Zusammenarbeit in mehreren Bereichen voraus. Neben den
Produzenten der Elektro- und Elektronikindustrie und den Importeuren
sind an der Entwicklungsarbeit auch die Recyclingindustrie,
das Umweltministerium sowie Produzenten- und Importeurverbände
beteiligt. Kooperiert wird auch mit anderen Interessengruppen
wie z.B. Gemeinden und Müllentsorgungsunternehmen.
In dem im Frühjahr 2003 gestarteten Projekt machen bereits
50 Unternehmen der Branche mit. Wegen der Produktvielfalt
ist das Ganze nach Erzeugnisgruppen organisiert: Elektro-Haustechnik,
Lampen, Telekommunikation, IT und Bürotechnik sowie Leistungselektronik.
"Die Unternehmen organisieren sich, um die erforderlichen
Produzentenzusammenschlüsse schaffen und gemeinsame Spielregeln
vereinbaren zu können. Auch die Finanzierungsgrundlagen
sind gemeinsam zu beschließen, damit die aus der Produzentenhaftung
resultierenden Kosten gedeckt und gerecht verteilt werden
können", sagt Frau Wiik.
Datensystem als Hilfsmittel
Die Berichterstattung an Behörden und die Informationspflicht
der Unternehmen gegenüber ihren Kunden und der Recyclingindustrie
setzen heute ein Internet-basiertes Datensystem voraus, mit
dessen Pilotanwendung im Herbst 2004 begonnen wird.
"Durch straffe Kontrolle der Datenströme und des
Verwertungsnetzwerkes werden die Kosten, die den Unternehmen
oder deren Zusammenschlüssen aus dem Recycling erwachsen,
reduziert", erläutert Frau Wiik.
Das Projekt steht auch in enger Verbindung mit einer unter
Federführung des Technischen Forschungszentrums von Finnland
(VTT) laufenden Forschungsarbeit, die der Entwicklung und
dem Testen der RFID-Technologie (RFID = radio frequency identification)
dient, mit der sich das Verfolgen des Lebensweges von Produkten,
das Produktdatenmanagement und das Recycling zukünftig
noch effizienter gestalten lassen.

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