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Schon in naher Zukunft könnte sich die Möglichkeit
eröffnen, zum Beispiel die Kunststoffteile ausgedienter
Handys auf den Komposthaufen zu werfen, wo sie auf unschädliche
Weise zu Wasser, Kohlendioxid und Erde zerfallen.
Nokia arbeitet seit zwei Jahren an der Entwicklung biologisch
abbaubarer Kunststoffe mit Blick auf eine umweltfreundliche
Entsorgung ausgedienter Produkte und Komponenten. Natürlich
hat der Konzern bei dieser in enger Zusammenarbeit mit führenden
Spezialunternehmen erfolgenden Entwicklungstätigkeit
bioabbaubare Kunststoffe namentlich für seine eigenen
Produkte im Auge. Grundsatz dabei ist, dass bezüglich
Qualität und Aussehen der Nokia-Erzeugnisse keine Kompromisse
eingegangen werden, und dass die bioabbaubaren Kunststoffe
den gegenwärtig eingesetzten Kunststoffen in ihren Festigkeitseigenschaften
ebenbürtig sein müssen.
Die Eigenschaften gewöhnlichen Kunststoffs lassen sich
über das Ausgangsmaterial und die Reaktionsbedingungen
gut steuern. Normalerweise nimmt man so Einfluss auf die Wärmebeständigkeit,
die Bearbeitbarkeit und andere mechanische Eigenschaften des
Werkstoffs. Außerdem sind die Kunststoffe seit je auf
eine sehr lange Lebensdauer ausgelegt, so dass sich bisher
eine typische Abbauzeit in der Natur oder auf der Deponie
nur sehr schwer definieren ließ.
Kompostieren gebrauchter Kunststoffe
Die bioabbaubaren Kunststoffe allein vermögen das Altkunststoff-Entsorgungsproblem
nicht zu lösen, sind jedoch eine neue, umweltfreundliche
Alternative zu Recycling und Wiederverwertung. Bei mangelnder
Recyclingfähigkeit bietet die biologische Abbaubarkeit
die Möglichkeit, die aus solchem Material hergestellten
Produkte -etwa ein Kunststoffteil oder eine Kunststoffverpackung
- einfach zu kompostieren und zusammen mit anderen Abfällen
zu Wasser, Kohlendioxid und Erde, die zur Bodenverbesserung
verwendet werden kann, verrotten zu lassen.
Bioabbaubarer Kunststoff kann anders als gewöhnlicher
Plast aus Biomasse hergestellt werden. Dadurch ergibt sich
für das Produkt eine umweltfreundliche Ökobilanz,
denn das beim Abbauprozess des Altstoffs freigesetzte Kohlendioxid
wird in der Natur beim Wachsen des Rohstoffs, zum Beispiel
Zuckerrüben, wieder gebunden.
Die von Nokia durchgeführten Tests brachten eine reiche
Ausbeute an Erfahrung über den Einsatz bioabbaubarer
Kunststoffe in Verpackungen und auch in spritzgegossenen Produktteilen.
Bezüglich der Spritzgussteile ist noch weitere Entwicklungsarbeit
erforderlich, aber bei Verpackungen ist Nokia schon bis in
Greifweite zum Endprodukt gelangt.
Weitere Information: Herr Kari Hiltunen, Forscher,
Nokia Mobile Phones

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