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Biologisch abbaubare Kunststoffe für IT-Produkte

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7.9.2001
 

 
 

Schon in naher Zukunft könnte sich die Möglichkeit eröffnen, zum Beispiel die Kunststoffteile ausgedienter Handys auf den Komposthaufen zu werfen, wo sie auf unschädliche Weise zu Wasser, Kohlendioxid und Erde zerfallen.

Nokia arbeitet seit zwei Jahren an der Entwicklung biologisch abbaubarer Kunststoffe mit Blick auf eine umweltfreundliche Entsorgung ausgedienter Produkte und Komponenten. Natürlich hat der Konzern bei dieser in enger Zusammenarbeit mit führenden Spezialunternehmen erfolgenden Entwicklungstätigkeit bioabbaubare Kunststoffe namentlich für seine eigenen Produkte im Auge. Grundsatz dabei ist, dass bezüglich Qualität und Aussehen der Nokia-Erzeugnisse keine Kompromisse eingegangen werden, und dass die bioabbaubaren Kunststoffe den gegenwärtig eingesetzten Kunststoffen in ihren Festigkeitseigenschaften ebenbürtig sein müssen.

Die Eigenschaften gewöhnlichen Kunststoffs lassen sich über das Ausgangsmaterial und die Reaktionsbedingungen gut steuern. Normalerweise nimmt man so Einfluss auf die Wärmebeständigkeit, die Bearbeitbarkeit und andere mechanische Eigenschaften des Werkstoffs. Außerdem sind die Kunststoffe seit je auf eine sehr lange Lebensdauer ausgelegt, so dass sich bisher eine typische Abbauzeit in der Natur oder auf der Deponie nur sehr schwer definieren ließ.

Kompostieren gebrauchter Kunststoffe

Die bioabbaubaren Kunststoffe allein vermögen das Altkunststoff-Entsorgungsproblem nicht zu lösen, sind jedoch eine neue, umweltfreundliche Alternative zu Recycling und Wiederverwertung. Bei mangelnder Recyclingfähigkeit bietet die biologische Abbaubarkeit die Möglichkeit, die aus solchem Material hergestellten Produkte -etwa ein Kunststoffteil oder eine Kunststoffverpackung - einfach zu kompostieren und zusammen mit anderen Abfällen zu Wasser, Kohlendioxid und Erde, die zur Bodenverbesserung verwendet werden kann, verrotten zu lassen.

Bioabbaubarer Kunststoff kann anders als gewöhnlicher Plast aus Biomasse hergestellt werden. Dadurch ergibt sich für das Produkt eine umweltfreundliche Ökobilanz, denn das beim Abbauprozess des Altstoffs freigesetzte Kohlendioxid wird in der Natur beim Wachsen des Rohstoffs, zum Beispiel Zuckerrüben, wieder gebunden.

Die von Nokia durchgeführten Tests brachten eine reiche Ausbeute an Erfahrung über den Einsatz bioabbaubarer Kunststoffe in Verpackungen und auch in spritzgegossenen Produktteilen. Bezüglich der Spritzgussteile ist noch weitere Entwicklungsarbeit erforderlich, aber bei Verpackungen ist Nokia schon bis in Greifweite zum Endprodukt gelangt.

Weitere Information: Herr Kari Hiltunen, Forscher, Nokia Mobile Phones



 

 
 


 

 
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