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Wettbewerbsfähigkeitsbericht der UNICE

Finnland in der Neuen Wirtschaft erfolgreicher als Europa im Durchschnitt

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7.9.2001
 

 
 

Europa muss sich tüchtig anstrengen, will es den Vorsprung der USA im Einsatz der neuen Informationstechnologie in der so genannten Alten Wirtschaft aufholen. Finnland arbeitet in der New Economy in vieler Beziehung erfolgreicher als Europa im Durchschnitt.

Der vierte Wettbewerbsfähigkeitsbericht der UNICE, der Dachorganisation der europäischen Industrie-und Arbeitgeberverbände, konzentriert sich auf die Neue Wirtschaft. In dem Bericht werden die EU-Länder besonders an den USA, wo die New Economy am weitesten fortgeschritten ist, aber auch an Japan verglichen. Finnland schneidet dem Berichts zufolge da in vieler Beziehung besser ab als Europa im Durchschnitt. Die Produktion des Landes zeigte nach der Depression Anfang der 90er Jahre ein den EU-Mittelwert und sogar die Entwicklung in den USA übertreffendes Wachstum. Auch die Pro-Kopf-Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegen in Finnland erheblich über dem europäischen Durchschnitt - von den Ländern unseres Kontinents reichen nur Schweden, Finnland und die Schweiz fast an das Niveau der USA heran. Der Anteil der kompetenzintensiven Produktion am BIP gilt als eines der Argumente für das gegenüber Europa schnellere Wachsen des Pro-Kopf-Einkommens in den USA. Dieser Anteil beträgt in den USA 44 Prozent, in der EU 33 Prozent und in Finnland 39 Prozent. Nach der OECD-Definition zählen zu den kompetenzintensiven Sektoren die Spitzentechnik, die mittlere Technik, IT-Dienstleistungen, Finanz-, Versicherungs-und andere Unternehmensdienstleistungen sowie gesellschaftliche, Sozial- und persönliche Dienstleistungen.

Skandinavien hat die am Besten Entwickelten Informationsgesellschafts-strukturen

Die wirkliche Dereglementierung des Daten-und Nachrichtenverkehrs in Europa ist nur zögerlich verlaufen, was die Entwicklung neuer Dienstleistungen und der Neuen Wirtschaft behinderte. Die Kosten für Internet-Verbindungen liegen in Europa durchweg höher als in den USA. In den Ländern mit niedrigeren Internet-Kosten als in den USA - in Finnland und Island - stehen auch die relativ meisten Server in Europa. Im Vergleich der InformationsgesellschaftsInfrastruktur liegen die nordischen Staaten an der Spitze. Der dem Vergleich zu Grunde liegende Index beinhaltet u. a. die Zahl der Computer, die Internet-Server und die Ausbildung. Die Kompetenzgesellschaft setzt sowohl gute Grundausbildungsmöglichkeiten wie auch lebenslange Fortbildung voraus. Die Schüler müssen mit Abschluss der Grundschul-Oberstufe mit Computer umzugehen in der Lage sein. Der Zugang zum Internet ist ein Kriterium dafür, wie gut ein Ausbildungssystem den Nachwuchs auf die Nutzung der Informationstechnologie vorbereitet. Fünf EU-Länder bieten in allen Grundschul-Oberstufen Internetzugang, in der Unterstufe bieten nur Finnland und Irland diese Möglichkeit. Die Bereitschaft der Verbraucher und Produzenten, sich auf neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen einzulassen, ist mitbestimmend für das Entwicklungstempo neuer Technologien. Die Verbraucher haben zum Beispiel innerhalb kurzerZeit das Netbanking akzeptiert, und die europäischen Banken sind denn auch führend auf dem Gebiete elektronischer Finanzleistungen. In Schweden und Finnland sind bereits fast 35 Prozent aller Konten ans Netz angeschlossen.



 

 
 


 

 
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