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Wirtschaft zieht beim Klimawandel mit
Klimawandel als Stärke

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15.06.2007
 

 
 

Kompetenz, Technologie und Innovationen sind von zentraler Bedeutung bei der Bekämpfung des Klimawandels. Der Hauptverband der Finnischen Wirtschaft (EK) ist für eine engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren und Ländern und vertritt die Ansicht, die Energie- und Klimakompetenz müsse zu einer Stärke Finnlands entwickelt werden.

Die Eindämmung des Klimawandels und die Anpassung an die neuen Gegebenheiten führen zur Bildung ausgedehnter internationaler Märkte für Kompetenz und Innovationen auf diesem Gebiet. Finnland ist in einigen Bereichen der Klima- und Energietechnologie stark und konnte seinen Export bereits kräftig ausbauen.

„Finnland verfügt über energieintensive Prozesse und deren Steuerungssysteme, über hohe Kompetenz auf dem Gebiet der Bioenergie und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Auch in der Herstellung von Windkraftwerkskomponenten und in den Bereichen Schiffsantriebe und Frequenzwandlung sind wir stark", zählt Riitta Larnimaa, Führende Sachverständige beim EK, auf.

Mitwirken aller Länder

Das neue Klima-Grundsatzprogramm des EK geht davon aus, dass alle Länder und alle Akteure an der Bekämpfung des Klimawandels mitzuwirken haben.

„Die globalen Emissionen lassen sich nicht verringern indem ein Einzelland seinen Treibhausgasausstoß reduziert. Der Klimawandel stellt eine derart enorme Herausforderung dar, dass da auch keine Schwarzfahrergruppen geduldet werden können", unterstreicht Frau Larnimaa.

„Bisher hat man bei den politischen Entscheidungen vornehmlich die Emissionen der Energieproduktion und der Industrie ins Auge gefasst; dabei ist aber auch die Entscheidung der Konsumenten darüber, wo und wie sie wohnen, für die Klimaveränderung von großer Bedeutung."

Gerechte Pflichtenverteilung

An den internationalen Märkten darf keiner einen Wettbewerbsvorteil daraus ziehen können, dass er zum Beispiel seinen Sitz in einem Land hat, wo lockerere Umweltvorschriften gelten.

„Gewinnt ein Konkurrent Vorteil aus milderen Umweltforderungen, so können Produktion und Umweltbelastung vielleicht in einem Land abnehmen, in einem anderen aber dafür wachsen, weil ja die Nachfrage an den Weltmärkten stets von jemandem befriedigt wird", sinniert Larnimaa.

„Es müssen internationale Vergleichsgrundlagen entwickelt und jene Akteure, deren Kompetenz über dem Bezugsniveau liegt, belohnt werden. Die Emissionen lassen sich verringern, wenn alle ihre bisherigen Arbeitsweisen revidieren und neue Technologien und Kompetenzen zur Anwendung bringen."

Funktionierender globaler Emissionshandel

Im Klimakonzept des EK wird ein funktionierendes globales Emissionshandelssystem angestrebt. Gegenwärtig deckt das von der Europäischen Union eingeführte System lediglich den EU-Raum und setzt den dort tätigen Unternehmen strenge Emissionsgrenzen, verbunden mit Kostenbelastung. Entsprechende Beschränkungen sind außerhalb der EU unbekannt.

„Um den Unternehmen gleichwertige Geschäftsbedingungen zu gewährleisten und Schwarzfahren zu unterbinden, muss der Emissionshandel zu einem globalen System mit etwa gleichen Spielregeln für alle ausgebaut werden", findet Larnimaa.

 



>> www.ek.fi

 

 
 

Humanorientierte Technologie
Der Hauptverband der Finnischen Wirtschaft (EK) hat in seiner kürzlich erschienenen Schrift „Gerechte und erfolgreiche Klimapolitik - das EK-Konzept für eine langfristige Klimapolitik" die mit dem Klimawandel verbundenen Ziele, Möglichkeiten und Herausforderungen dargelegt.

 

 
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