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Bauwirtschaft:
BAUTÄTIGKEIT HÄLT STETIG
AN
Wert der Gesamtproduktion fast 20 Mrd. Euro
Der finnische Baumarkt hatte im Jahr 2001 ein Volumen von
fast 20 Mrd. Euro, das sich im Jahr 2002 noch um 6,5 % erhöhte.
Auch 2003 wird die Branche etwas zulegen. Der Bausektor ist
abhängig von der internationalen Konjunktur, so dass
sich die Entwicklungsperspektiven kurzfristig ändern
können.
Die Baufirmen konnten ihre rege Auslandstätigkeit fortsetzen.
Das schnellste Wachstum wurde in den baltischen und nordischen
Ländern erreicht, in letzteren hauptsächlich durch
Firmenankäufe.
Nach Ländern avancierte Schweden zur Nummer eins in
der Auslandstätigkeit der Baufirmen; auf die nordischen
Länder insgesamt entfielen 48 %, auf Russland, dessen
Märkte sich 2002 günstig entwickeln dürften,
20 %. Tochtergesellschaften und Beteiligungen hat die finnische
Bauindustrie hauptsächlich in Schweden, Estland und Norwegen.
Insgesamt belief sich 2002 die Auslandstätigkeit der
Bauunternehmen auf ein Volumen von 840 Mio. Euro.
Der Export von Bauprodukten stieg im Jahr 2001 nur um ein
Prozent, repräsentierte aber insgesamt einen Wert von
4,5 Mrd. Euro. Mit weiterem Wachstum des Exportes im Jahr
2002 wird gerechnet. Der Ausfuhr standen Importe im Werte
von 2,4 Mrd. Euro (minus 3 %) gegenüber. Für 2002
ist weiteres Wachstum des Exports von Bauprodukten zu erwarten.
Hauptabnehmer finnischer Bauprodukte waren im vergangenen
Jahr Deutschland, Schweden, Großbritannien und Russland.
Der Russlandexport nahm um ein Drittel zu und erreichte damit
wieder das Niveau vor der Rubelabwertung im Jahr 1998. Eingeführt
wurden Bauprodukte vornehmlich aus EU- und EFTA-Ländern
(73 %); die Hauptlieferanten waren Deutschland, Schweden,
Italien, Russland und Estland.
Verstärkter Geschäftsbau infolge Zuwanderung
in Wachstumszentren
Infolge weiterhin starker Zuwanderung in die Wachstumszentren
hielt 2001 auch die Geschäftsbautätigkeit sehr rege
an. Besonders bei Gebäuden des Ausbildungs- und Pflegesektors
war starker Zuwachs zu verzeichnen. Auch die als Folge des
lang anhaltenden Konjunkturauftriebs gute Finanzlage des Staates
und der Gemeinden ermöglichte vermehrte Investitionen.
Die Bautätigkeit insgesamt bleibt 2002 trotz weiteren
leichten Rückgangs im Hochbau lebhaft. Mit Anhalten der
Bevölkerungszuwanderung in die Wachstumsgebiete wurden
weitere neue öffentliche Dienstleistungsgebäude
errichtet. Im Hochbau wird sich der Beginn neuer Vorhaben
im Jahr 2002 um schätzungsweise 5 % verringern, im folgenden
Jahr aber, vorausgesetzt die günstige Wirtschaftslage
hält an, wieder zunehmen.
Bauproduktmarkt
Der Bauproduktmarkt zeigte schnelleres Wachstum als die Bautätigkeit
selbst, weil diese z.T. von der Baustelle in Fabriken verlagert
wurde. Diese Entwicklung wird, so schätzt man, auch künftig
anhalten, was eine Erhöhung des Produkten-Veredlungsgrades
und zunehmende Montagedienstleistungen bedeutet.
Am finnischen Bauproduktmarkt wurde im Jahr 2001 ein Umsatz
von 6,6 Mrd. Euro erzielt. Nach Rohstoffbasis standen wertmäßig
an erster Stelle die meist hochgradig veredelten Erzeugnisse
der Metallindustrie, gefolgt von den Holzerzeugnissen und
den Produkten auf Steinbasis.
Mehrere finnische Baukonzerne sind in verschiedenen Zweigen
der Branche tätig. So befasst sich zum Beispiel der Lemminkäinen-Konzern
mit Erd-, Wasser- und Hochbau und mit der industriellen Produktion
von Baumaterial. Sein Hauptabsatzmarkt sind die Ostseeanrainer.
Der Konzern ist das zweitgrößte Asphaltbauunternehmen
der nordischen Länder und im Projektexport weltweit tätig.
Die Firma Oy Alfred A. Palmberg Ab ist ein Hochbauunternehmen,
die Firma Rakennus Oy Lemminkäinen ein internationales
Projektbauunternehmen. Lemcon Networks Oy, eine Tochter der
Rakennus Oy Lemminkäinen, befasst sich mit dem Bau von
Telekommunikationsnetzen, und die gleichfalls zum Lemminkäinen-Konzern
gehörende Tekmanni Oy ist auf haustechnische Systeme
spezialisiert.
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